
Mit innovativer Dämmung die Welt erobern
Clever innovieren und besser dämmen, das ist es, was Aerobel am besten kann. Das Limburger Scale-up entwickelt und produziert innovative Dämmmaterialien. Der Ansatz ist durchdacht, die Ambitionen sind groß.
"Sam hat eine klare Strategie und ist gleichzeitig offen für Beratung und Zusammenarbeit. Das ist die ideale Kombination für Wachstum." - Mathias Huybrechts
"Natürlich wollen wir vorankommen, aber nachhaltig. Vertrauen baut man langsam auf, kann es aber schnell wieder verlieren." - Sam Chartouni
"Wir wollen einfach die Besten sein in dem, was wir tun", eröffnet CEO Sam Chartouni. "Und dazu gehört mehr als nur ein gutes Produkt. Wir wollen den Dämmstoffmarkt wirklich auf den Kopf stellen." Diese innovative Vision wurde Anfang des Jahres mit dem Voka Innovationspreis 2024 belohnt.
Nachhaltig beschleunigen
Zusammen mit Mathias Huybrechts, Berater für Innovation & Digitalisierung bei Voka – KvK Limburg, blickt Sam auf den bisherigen Weg zurück und in die Zukunft. "In einem Jahr ist viel passiert, und immer im positiven Sinne. Wir sind ein junges und innovatives Unternehmen, da ist jede PR natürlich willkommen. Mehr Markenbekanntheit sorgt auf jeden Fall für bessere Verkäufe."
Für Sam ist Wachstum jedoch kein Sprint, sondern ein strategischer Parcours. "Natürlich wollen wir vorankommen, aber nachhaltig. Nicht einfach große Mengen reinholen, wenn die Produktion nicht mithalten kann. Vertrauen baut man langsam auf, kann es aber schnell wieder verlieren."
Die internationale Expansion konzentriert sich zunächst auf Europa. "Wir haben kürzlich elf neue Distributoren gewonnen – eine Mischung aus lokalen Stärken und internationalen Schwergewichten", sagt Sam. "Das soll einen Schneeballeffekt für unseren Verkauf erzeugen." Auch die ersten Schritte in den USA wurden gemacht, allerdings mit der nötigen Vorsicht. "Wir wählen unsere Partner sehr bewusst. Das ist entscheidend für nachhaltiges Wachstum."
Internationale Wirkung
Wachstum an sich ist für Sam nicht das Wichtigste. "Wir wollen vor allem viel Impact erzielen. Dafür muss man verbraucherorientiert sein und wirklich serviceorientiert arbeiten." Dieser Ansatz trägt Früchte, mit starken Wachstumszahlen in verschiedenen europäischen Ländern. "Wir haben derzeit eine Produktionskapazität von 16.500 Tonnen – das ist mehr als ausreichend. Aber wenn die Nachfrage weiter steigt, scheuen wir nicht davor zurück, zusätzliche Kapazitäten aufzubauen."
Jedes Land erfordert einen anderen Ansatz. In Polen verarbeitet hauptsächlich die Möbelindustrie ihre Produkte, in Spanien liegt der Fokus auf Polyurethan, in Portugal auf der Kombination von Klebstoffen mit Kork. Für einen französischen Kunden entwickelte Aerobel ein Dämmsystem, in dem ihre Klebstoffe Zement ersetzen. "Dadurch sind die Paneele viel leichter und performen besser in Sachen Dämmung. Und sie sorgen zudem für eine enorme CO2-Reduktion. Das ist Value-Based-Selling, und das machen wir gerne."
Der Wert der Zusammenarbeit
Dass Aerobel Innovation ernst nimmt, blieb nicht lange unbemerkt. Mathias Huybrechts sah, wie stark ihre Vision ist. "Was mir auffiel, ist, dass Sam sehr genau weiß, was er will. Er hat eine klare Strategie und ist gleichzeitig offen für Beratung und Zusammenarbeit. Das ist die ideale Kombination für Wachstum."
Laut Mathias passt Aerobel damit perfekt in das Profil eines modernen Unternehmens in Limburg. "Sie entwickeln hier hochwertige Technologie, mit einem leidenschaftlichen Team. Solche Unternehmen verdienen es, im Rampenlicht zu stehen."
Innovation als Motor
Die Innovationskraft von Aerobel liegt in der Kombination aus technischem Know-how und Marktkenntnis. "Bei jedem System wenden wir Reverse Engineering an", gibt Sam an. "Wir zerlegen es vollständig und schauen, wie wir es mit unseren Produkten besser machen können – am liebsten zum gleichen Preis oder maximal 5 Prozent teurer."
Genau dieser innovative Ansatz war für Voka – KvK Limburg ausschlaggebend bei der Vergabe des Innovationspreises. "Aerobel erfüllt einfach alle Kriterien", sagt Mathias. "Sie koppeln Innovation und Skalierbarkeit an ökologische Wirkung. Diese Kombination überzeugte die Jury, daher ist der Preis mehr als verdient."
Für Sam ist der Preis Anerkennung für die harte Arbeit der vergangenen Jahre. "Aber es ist vor allem ein Ansporn, weiter zu innovieren. Das gibt Energie, jeden Tag weiter den Unterschied zu machen. Das tun, was wir gut können, aber dann noch besser. Mit den richtigen Menschen, den richtigen Partnern und einer klaren Vision."
Wachstum braucht Menschen
2025 liegt der Fokus bei Aerobel auf der weiteren Expansion. "Sales, Sales, Sales", lacht Sam. "Die richtigen Kundenverträge abschließen und qualitativ liefern. Deshalb suchen wir momentan auch etwa zehn zusätzliche Leute für Sales und F&E. Es gibt eine starke Verbindung zwischen beiden. Jede Woche analysieren wir neue Systeme. Dieses Schwungrad muss schnell und qualitativ drehen."
Laut Mathias ist das für viele Unternehmen in Limburg erkennbar. "Talente zu finden ist eine der größten Herausforderungen. Die Voka Awards helfen, starken Arbeitgebern zusätzliche Sichtbarkeit zu geben." Sam bestätigt: "Unsere Innovationskraft gibt unserem Employer Branding einen Boost. Das motiviert sowohl unser Team als auch potenzielle Bewerber."
Bereit für die Zukunft
Mathias zweifelt nicht daran, dass Aerobel für die Zukunft bereit ist. "Sie zeigen, dass Innovation, Nachhaltigkeit und Internationalisierung perfekt zusammengehen. Wir sind stolz auf das, was sie bereits erreicht haben, und freuen uns darauf, wo sie in fünf Jahren stehen werden. Ich sehe eigentlich keine Grenzen für ihr Wachstum. Wir hoffen, dass es andere inspiriert, auch in Innovation und F&E zu investieren."
Für Sam ist Timing dabei entscheidend: "Man kann eine Topidee haben, aber wenn der Markt nicht bereit dafür ist, hat man Pech. Bei uns stimmt das Timing genau: Auf der ganzen Welt wächst das Bewusstsein rund um Climate Tech. Nur weil jetzt Trump in Amerika an der Macht ist, wird nicht plötzlich die Handbremse gezogen. Der Verbraucher entscheidet, und der will es immer nachhaltiger. Und genau da machen wir den Unterschied."
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